Die Erhebung der Fernsehnutzung erfolgt über eine spezielle Messtechnik, die von der AGF/GfK-Fernsehforschung in den Panelhaushalten installiert wird.

Diese Messtechnik protokolliert und speichert je Fernsehgerät sekundengenau, welche Fernsehprogramme am Fernseher oder über Zusatzgeräte wie Videorekorder, Satellitenreceiver, DVD-Rekorder, Festplattenrekorder und digitale Set-Top-Boxen live oder zeitversetzt gesehen werden. Bestandteil der Messung ist auch die Wiedergabe von Leih- oder Kaufkassetten, geliehenen oder gekauften DVDs, die Nutzung von DVD-Playern oder Videospielen sowie die Nutzung von programmbegleitenden Angeboten wie TTX oder EPG.

Zur Messtechnik gehört eine Fernbedienung, auf der jeder Person im Haushalt eine Taste zugewiesen wird. Die Personen im Haushalt melden sich, wenn sie fernsehen, über diese Fernbedienung an und ab. Darüber hinaus haben bis zu 16 Gäste (mit Alters- und Geschlechtsangabe) die Möglichkeit, sich über eine eigene Taste an der Fernbedienung an- und abzumelden. Die Gästenutzung gilt als Äquivalent der Außer-Haus-Nutzung der Panelteilnehmer.

AGF/GfK-Fernsehpanel

Grundgesamtheit des Fernsehpanels

Das AGF/GfK-Fernsehpanel stellt ein verkleinertes Abbild aller Privathaushalte mit mindestens einem Fernsehgerät in Deutschland dar, deren Haupteinkommensbezieher deutschsprachig ist. Innerhalb dieser Haushalte wird die Fernsehnutzung aller Personen ab drei Jahren erfasst.

Das Fernsehpanel besteht aus 5.000 Haushalten (Fernsehpanel deutschsprachig), in denen fast 10.500 Personen leben. Ein Haushalt im Panel steht stellvertretend für durchschnittlich rund 7.600 Haushalte in der Bundesrepublik. Damit wird die Fernsehnutzung von 75,08 Mio. Personen ab 3 Jahren bzw. 38.19 Mio. Fernsehhaushalten abgebildet (Stand 01.01.2016).

Die jeweils aktuelle ma Radio II dient als Vorgabe für die strukturelle Panelsteuerung sowie für die Gewichtung und Hochrechnung der deutschsprachigen Haushalte. Einmal jährlich werden die Strukturmerkmale und Empfangsebenen den aktuellen Außenvorgaben angepasst.

Stichprobe des Fernsehpanels

Die Stichprobenziehung zur Rekrutierung der AGF/GfK-Fernsehpanel-Haushalte erfolgt nach dem ADM-Stichprobensystem (Face-to-face) in zwei Stufen:

  • In der ersten Stufe wird aus allen Sampling Points in Deutschland eine repräsentative Auswahl für jedes Bundesland gezogen. Um eine regionale Repräsentativität zu erreichen, wird nach zwei weiteren Merkmalen, Regierungsbezirk und Gemeindegrößenklassen (BIK), geschichtet. Diese regionale Aussteuerung ist insbesondere im Hinblick auf die unterschiedlich ausfallenden Senderempfangsgegebenheiten und Verbreitungsgebiete der Sender je Region wichtig.
  • In der zweiten Stufe erfolgt je Sampling Point die Rekrutierung eines Panelhaushalts (Direkt- beziehungsweise Adressanwerbung).

Beteiligtes Institut

Das Fernsehpanel wird seit 1985 von der GfK Fernsehforschung (Nürnberg) im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) betrieben.

Datenaufbereitung