Die methodische Grundlage der ma Internet ist ein Multi-Methodenmodell, bestehend aus der Technischen Messung der Nutzung aller teilnehmenden Online-Werbeträgerangebote, einer OnSite-Befragung bzw. InApp-Befragung, einem Panel von Smartphone-Nutzern sowie einer bevölkerungsrepräsentativen Telefonumfrage.

Einleitung

Die Technische Messung beinhaltet alle Zugriffe von Unique Clients aus Deutschland auf die stationären und mobilen Gesamtangebote der agma-Mitglieder und AGOF-Lizenznehmer (ca. 710 digitale Gesamtangebote, Stand: Dezember 2016). Diese PageImpressions werden durch die Technische Messung protokolliert und auf einem zentralen Server gespeichert.

Mit jedem Aufruf einer Angebotsseite durch einen Unique Client wird an diesen auch ein SZM-Pixel übertragen:

  • Akzeptiert der Unique Client Cookies von Drittanbietern, so kann der SZM-Pixel einen solchen schon vorhandenen Cookie (ivwbox.de) wiedererkennen und die PageImpression dem zentralen Server des Messsystems melden. Somit können einem Unique Client die Zugriffe auf unterschiedliche Angebotsseiten anonymisiert zugeordnet werden.
  • Besitzt der Unique Client noch keinen Cookie des Messsystems, so wird versucht, einen solchen zu setzen. Ist dieser Versuch erfolgreich, dann kann die Messung wie zuvor beschrieben erfolgen.
  • Akzeptiert der Unique Client keine Cookies von Drittanbietern, so wird zu einem späteren Zeitpunkt versucht, deren Page Impressions mit Hilfe heuristischer Verfahren wieder einem Unique-Client-Pendant zuzuordnen.

Grundgesamtheit und Stichprobe

Bei der Technischen Messung handelt es sich im Gegensatz zu anderen Erhebungen für die Media-Analyse nicht um ein stichprobenbasiertes Verfahren, sondern um eine Vollerhebung der Nutzung aller beteiligten stationären und mobilen Gesamtangebote. Die Grundgesamtheit setzt sich hier nicht aus Personen oder Haushalten zusammen, sondern aus der auf die Unique Clients verteilten Nutzungsmenge (Page Impressions).

Für die spätere Verarbeitung werden Zugriffe aus dem Ausland herausgefiltert. Dadurch soll eine Passung zwischen der Nutzungsmenge und der ma-Definition der Grundgesamtheit für Personen erreicht werden. Die Personengrundgesamtheit der ma Internet ist die deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 10 Jahren.

Das Feldmodell der Technischen Messung

Die Technische Messung erfolgt kontinuierlich. Für eine Berichterstattung wird jeweils auf die Messdaten eines Quartals zurückgegriffen.

Beteiligte Erhebungsinstitute

  • INFOnline GmbH

Einleitung

Für die OnSite- und InApp-Befragung werden zufällig ausgewählte Nutzer der gemessenen stationären und mobilen Gesamtangebote gebeten, an einer Online-Befragung - der sogenannten „OnSite- bzw. InApp-Befragung" - teilzunehmen. Hierin werden hauptsächlich Angaben zur Soziodemographie und zur generellen Nutzung des Internets (z.B. genutzte Computer und Browser, Nutzungsorte etc.) erfragt.

Gibt ein Nutzer an, Internet-Angebote mit mehreren Endgeräten oder Browsern zu nutzen, so wird er gebeten, seine E-Mail-Adresse anzugeben, an die ihm dann ein Link zu einer Nachbefragung geschickt wird. Die Nachbefragung soll vom Nutzer dann auf einem weiteren von ihm genutzten Endgerät bzw. in einem weiteren Browser beantwortet werden.

Ziel der Befragung ist es, durch diese Daten die in der Technischen Messung erhobenen Unique Clients besser einzelnen Nutzern (Unique User) zuordnen zu können. Beide Datenbestände werden im - nur intern verwendeten - Datensatz I zusammengeführt.

Grundgesamtheit und Stichprobe

Die Einladung zur Teilnahme an der OnSite- bzw. InApp-Befragung kann einem Nutzer beim Aufruf eines beteiligten Internet-Angebots zugestellt werden. Bedingung dafür ist jedoch, dass der Unique Client, über den der Aufruf erfolgt, in der dafür vorgesehenen Stichprobe ist.

Die Stichprobe für die OnSite- und InApp-Befragung mit dem Umfang von 400.000 Unique Clients wird einmal wöchentlich aus dem zentral gespeicherten Nutzungsbestand der Technischen Messung gezogen. Falls eine oder mehrere Personen, die diesen Unique Client potenziell verwenden können, innerhalb der folgenden zwölf Wochen ein Internet-Angebot besuchen, welches in der Messung enthalten ist, so wird versucht, diese Person bzw. Personen durch die Auslieferung einer Teilnahmeeinladung für die Beantwortung des OnSite- bzw. InApp-Fragebogens zu gewinnen.

In einem Dreimonatszeitraum werden in der Regel Internet-Nutzer von ca. 65.000 Unique Clients befragt. Nach diversen Bereinigungsschritten und erneuter geschichteter Stichprobenziehung aus diesen Befragungsdaten verbleiben für die Weiterverarbeitung Interviews von ca. 40.000 Unique Clients.

Das Feldmodell der OnSite- und InApp-Befragung

Wie die Technische Messung findet auch die OnSite- bzw. InApp-Befragung ohne Unterbrechungen statt. Für eine Berichterstattung wird jeweils auf die Befragungsdaten eines Quartals zurückgegriffen.

Beteiligte Erhebungsinstitute

  • INFOnline GmbH
  • Interrogare GmbH

Das Smartphone-Nutzer-Panel dient zur Verknüpfung der messtechnisch getrennten Sphären mobiler Browser- und App-Nutzung sowie zur Abgrenzung des AGOF Mobile-Universums gegenüber der Gesamtheit aller mobilen Internet-Nutzer.

Gleichzeitig werden darin neben den Nutzungsdaten auch Befragungsdaten erhoben, die zusammengenommen als Lernfälle in das Profiling eingehen. 

Einleitung

Um in der ma Internet verlässliche Aussagen bezüglich der Grundgesamtheit treffen zu können, werden neben den Daten von Internet-Nutzern auch Angaben von Personen benötigt, die das Internet gar nicht bzw. nur Internet-Angebote außerhalb der Technischen Messung nutzen. Diese Daten fließen in Form von Ergebnissen einer bevölkerungsrepräsentativen CATI-Erhebung mit in den Datensatz II ein.

Ähnlich wie in der OnSite- und InApp-Befragung wird auch in der CATI-Erhebung hauptsächlich nach Angaben zur Soziodemographie und zur generellen Nutzung des Internets gefragt. Diese Daten helfen dabei, das Verhältnis der Internet-Nutzerschaft zur Gesamtbevölkerung abzubilden, und sind auch die Basis für die Hochrechnung.

Grundgesamtheit und Stichprobe

Die CATI-Befragung der ma Internet besteht aus einer Festnetz- sowie einer Mobilfunkstichprobe.

Folgende Kriterien gelten für die Festnetzstichprobe:

  • Die Arbeitsgemeinschaft ADM-Stichproben hat eine Auswahlgrundlage für Telefonbefragungen erstellt, mit deren Hilfe es möglich ist, bevölkerungsrepräsentative Stichproben von per Festnetztelefonnummer erreichbaren Privathaushalten und der darin wohnenden Personen zu erstellen. Diese Auswahlgrundlage wird auch für die CATI-Erhebung der ma Internet verwendet.
    (Vergleiche Ermittlung der Stichprobe der ma Radio)
  • Die Anlage der Stichprobe ist proportional über das gesamte Bundesgebiet verteilt und enthält (im Vergleich zur ma Radio) keine Aufstockungen. Pro Festnetz-CATI-Welle sind ca. 6000 zu realisierende Interviews vorgegeben.

Ab der ma 2015 Internet 06 wurde die bislang durchgeführte repräsentative Festnetztelefonbefragung erstmals um Interviews erweitert, bei denen die Teilnehmer über ihr Mobiltelefon kontaktiert wurden. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass immer mehr Menschen in Deutschland telefonisch teilweise, überwiegend oder sogar ausschließlich per Handy erreichbar sind.

  • Grundlage für die Bildung des Auswahlrahmens bilden die vergebenen Mobilfunkrufnummern laut Bundesnetzagentur (siehe Forschungsbericht: Der Dual-Frame-Ansatz in den ma-CATI-Studien).
  • Pro Mobilfunk-CATI-Welle sind ca. 2.000 zu realisierende Interviews vorgegeben.

Das Feldmodell der CATI-Befragung

Die CATI-Befragungsdaten werden über das Jahr hinweg in zwei Wellen erhoben. In eine Berichterstattung fließen jeweils die Ergebnisse der letzten vier Wellen ein.

  • Die exakten Erhebungszeiträume sind dem aktuellen Methoden-Steckbrief zu entnehmen.

Beteiligte Erhebungsinstitute

  • BIK ASCHPURWIS + BEHRENS GmbH
  • Ebert + Ebert GbR
  • Ebert + Grüntjes GbR
  • GfK Ad Hoc Services
  • GfK Media and Communication Research GmbH & Co. KG
  • IPSOS Deutschland GmbH
  • ISBA Informatik Service-Gesellschaft mbH

Datenaufbereitung