Das 3-Säulen-Modell.

Die Mobilitäts- und Befragtendaten ma Plakat werden über die Kombination von zwei Erhebungsmethoden erhoben.

ma Plakat CATI

Einleitung

In einer telefonischen Befragung (CATI) werden repräsentativ für ganz Deutschland Angaben zur Mobilität des letzten Tages erhoben. Dafür geben die Befragten ihre Wege außer Haus am Vortag an. Die berichteten Wege werden mit einer kartenbasierten Software erfasst, die in das Telefoninterview eingebettet ist. Es werden Startpunkt, Zielpunkt und genutztes Verkehrsmittel für jeden der Wege angegeben. Die gemessenen Wegepunkte werden in der weiteren Datenverarbeitung dem HERE-Straßennetz zugeordnet.

Grundgesamtheit und Stichprobe

Die Stichprobe der ma Plakat stellt ein verkleinertes Abbild der Grundgesamtheit dar. Die Grundgesamtheit der ma Plakat ist die deutschsprachige Bevölkerung in Privathaushalten am Ort der Hauptwohnung in der Bundesrepublik Deutschland ab 14 Jahren.

Die mit telefonischer Befragung erreichbare Grundgesamtheit (hier: Haushalte beziehungsweise Personen mit mindestens einem Festnetzanschluss) ist in keinem amtlichen Telefonverzeichnis vollständig verzeichnet, sodass weder individuelle noch statistische Angaben dazu existieren. Dabei wird der Umfang der nicht in den Verzeichnissen eingetragenen Festnetz-Telefonnummern inzwischen auf bereits mehr als 40 Prozent aller Anschlüsse geschätzt. Die Einbeziehung dieser Telefonnummern in die Stichprobe ist die eigentliche Schwierigkeit bei der Stichprobenbildung.

Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft ADM-Stichproben, der die Media-Micro-Census GmbH angehört, wurde bis einschließlich 2006 eine Auswahlgrundlage erstellt, die auf die Arbeiten der Autoren Gabler und Häder von ZUMA zurückgeht und bis zur ma 2007 Radio verwendet wurde.

Seit 2007 veröffentlicht die Bundesnetzagentur (BNA) eine Liste, in der alle an die Telefongesellschaften ausgegebenen Rufnummernblöcke verzeichnet sind (Altbestand vor 1999 und Neubestand). Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Generierung der Rufnummern als Kombination aus den offiziell vergebenen Rufnummern (BNA-Liste) und den bisher verwendeten amtlichen Rufnummernverzeichnissen herzustellen. Die darin enthaltenen Einträge braucht man noch immer, da nur sie Informationen über die tatsächliche Länge der geschalteten Rufnummern und deren regionale Verortung liefern. So wird sichergestellt, dass die Auswahlgrundlage für die CATI-Befragungen der ma Radio und ma Plakat die Menge aller bei der Bundesnetzagentur vergebenen Rufnummernblöcke und damit das Universum aller möglichen Festnetzrufnummern enthält.

Bei der Erstellung der Auswahlgrundlage werden solche Anbieter ausgeschlossen, die nur rein gewerbliche Anschlüsse stellen und "veraltete" Rufnummernblöcke der Telekom, die seit 1999 keinen einzigen privaten Eintrag aufweisen. Auf eine Generierung dieser leeren Rufnummernblöcke wurde verzichtet.

Durch den Einbezug der Liste der vergebenen Rufnummernblöcke der Bundesnetzagentur hat sich die Hunderter-Blockstruktur aufgelöst. Es sind in der Liste sowohl Rufnummernblöcke, die zehn Nummern umfassen, als auch solche mit 100 oder 1.000 Rufnummern.

Insgesamt wird für die Auswahlgrundlage zur ma Radio / ma Plakat CATI ein Bestand von rund 120 Millionen Rufnummern erzeugt.

Die endgültige Ermittlung des Befragten erfolgt über eine mehrstufige, systematische Zufallsauswahl:

1. Stufe, Ziehung der Telefonnummern:
Die Telefonnummern werden in systematischer Zufallsauswahl nach Regionen und Gemeindegrößenklassen sortiert, um alle Regionen abzubilden. Es werden je 20 Nummern zu einem CATI-Point zusammengestellt.

2. Stufe, Ziehung des Haushaltes:
Aus jedem CATI-Point wird eine Nummer bearbeitet. Eine neue Nummer aus dem Block darf nur dann gezogen werden, wenn die vorherige ein neutraler Ausfall (z.B. Firmenanschluss) ist.

3. Stufe, Auswahl der Befragten:
Die Personenauswahl erfolgt erst während der Befragung durch Auflistung aller in einem Privathaushalt vorhandenen Zielpersonen nach Alter und Geschlecht und anschließender Auswahl per Schwedenschlüssel.

Die Anlage der Stichprobe ma Plakat CATI ist proportional über das gesamte Bundesgebiet verteilt und enthält (im Vergleich zur ma Radio) keine Aufstockungen.

Das Feldmodell der ma Plakat

Die Erhebungen zur ma Plakat werden ganzjährig durchgeführt. In einer Berichterstattung ma Plakat werden jeweils mehrere Erhebungswellen (CATI + GPS) zusammengefasst. Ab der ma 2015 Plakat werden je sechs Erhebungswellen in der Berichterstattung berücksichtigt.

  • Die exakten Erhebungszeiträume sind dem aktuellen Methoden-Steckbrief zu entnehmen.
agma Feldmodell Plakat

ma Plakat GPS

Einleitung

Neben der CATI-Befragung werden über eine technische Messung per GPS weitere Mobilitätsdaten erhoben. Seit der Erhebungswelle 2015 erfolgt die Messung im Rahmen des sogenannten HUB-Surveys, einer Tagebuch-Studie, bei der die Befragten über einen Zeitraum von 14 Tagen ihre Mediennutzung in einem Handy protokollieren. Die GPS-Messung läuft dabei über eine ergänzende GPS-Anwendung der HUB-Tagebuch-App automatisiert im 20-Sekunden-Takt. Die gemessenen Wegepunkte werden in der weiteren Datenverarbeitung ebenfalls dem HERE-Straßennetz zugeordnet. Die Platzierung des Handys im Haushalt ist mit einer computergestützten Eingangsbefragung (CASI/CAPI) verbunden.

Grundgesamtheit und Stichprobe

Die Stichprobe der GPS-Welle (HUB-Survey) ist zweistufig angelegt:

  1. Zunächst werden in einer Zufallsauswahl Sample Points (Stadt-/Landkreise) gezogen.
  2. Die Auswahl der Zielperson im Point erfolgt über ein Quotenverfahren. Dazu wurden folgende Merkmale aus der ma Radio und der ma Internet (Internetnutzung) gezählt und neben einer feinen regionalen Steuerung eingesetzt:

Quotenmerkmale ma Plakat

Alter x Geschlecht (gekreuzt)

  • männlich/weiblich
    • 14-19 Jahre
    • 20-29 Jahre
    • 30-39 Jahre
    • 40-49 Jahre
    • 50-59 Jahre
    • 60-69 Jahre
    • 70 Jahre und älter

Schulbildung

  • noch in allgemeinbildender Schule
  • kein Schulabschluss
  • Hauptschulabschluss
  • Realschulabschluss / polytechnische Oberschule
  • Fachhochschulreife
  • Abitur

 

 

Berufstätigkeit x Art des derzeitigen bzw. früheren Berufes des Befragten (gekreuzt)

  • voll oder teilweise berufstätig
  • restliche Kategorien zusammengefasst
    • höhere Berufe
    • restliche Kategorien zusammengefasst

Personen mit Kindern unter 14 Jahren im Haushalt (Randverteilung)

  • mit Kindern unter 14 Jahren
  • ohne Kinder unter 14 Jahren

Personen mit ... Personen im Haushalt (Randverteilung)

  • 1 Person
  • 2 Personen
  • 3 Personen und mehr

Internetnutzung in den letzten 3 Monaten

  • Internetnutzung in den letzten 3 Monaten
  • keine Internetnutzung in den letzten 3 Monaten

Das Feldmodell der ma Plakat

Die Erhebungen zur ma Plakat werden ganzjährig durchgeführt. In einer Berichterstattung ma Plakat werden jeweils mehrere Erhebungswellen (CATI + GPS) zusammengefasst. Ab der ma 2015 Plakat werden je sechs Erhebungswellen in der Berichterstattung berücksichtigt.

  • Die exakten Erhebungszeiträume sind dem aktuellen Methoden-Steckbrief zu entnehmen.
agma Feldmodell Plakat

Beteiligte Erhebungsinstitute

An der Durchführung der Interviews zur ma Plakat haben sich bisher folgende Institute beteiligt:

  • GfK Media and Communication Research GmbH & Co. KG
  • IFAK GmbH & Co. KG
  • IM Leipzig Marktforschung Leipzig GmbH
  • IPSOS Deutschland GmbH
  • Kantar Deutschland GmbH
  • uniQma GmbH

Mobilitätsströme auf bundesweitem Straßennetz.

Der FAW-Frequenzatlas weist für alle Gemeinden Deutschlands durchschnittliche stündliche Frequenzwerte auf Straßenabschnittsebene differenziert nach Kraftfahrzeugen, Fußgängern und ÖPNV aus. Er wird seit 2003 am Fraunhofer-Institut IAIS modelliert. Den Input für die Modellierung bilden plakat- und straßenabschnittsbasierte Frequenzmessungen, welche von der GfK und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) an Plakatstandorten durchgeführt wurden. Mithilfe verschiedener Lernverfahren des Spatial Data-Minings werden die empirisch ermittelten Frequenzdaten an einzelnen Segmenten auf das komplette Straßennetz auf Gemeindebasis übertragen.

DatenerhebungPlakat

Plakatstellen und Wirk-Parameter (k-Wert).

Die Werbeträger-Daten werden vom FAW zur Verfügung gestellt. Zentraler Bestandteil der Daten ist der sogenannte „k-Wert".

Der k-Wert ist ein Kontaktfaktor, der die äußeren Bedingungen jeder einzelnen Plakatstelle (die sogenannte „Umfeldkomplexität"), den Winkel zur Fahrbahn, die Anzahl weiterer Plakatstellen im Umfeld und andere sichtbarkeitsrelevante Faktoren berücksichtigt. Für den k-Wert werden die Parameter, die als Wirkfaktoren herangezogen werden, so verrechnet, dass die unterschiedlichen Werbeträgerarten und ihre Standorte differenziert in die Reichweitenberechnungen einfließen können. Der theoretische k-Wert für einen optimalen Plakat-Werbeträger würde 1.0 betragen.

maPlakat

Datenaufbereitung